The Wall - Der Film.. Kino/DVD?

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    • Neccropole schrieb:

      Spielst Du damit auf die Szene mit dem Brief an? Das ist doch nur ein sehr keiner Ausschnitt aus dem Film. Da würde ich jetzt keine generelle Authentizität dran festmachen. Außerdem hat sich Waters zur Entstehung dieser Szene geäußert - und das hörte sich nicht ganz so unwahrscheinlich an... - natürlich weiß man es nicht sicher...
      Naja in der Szene fühle ich mich eigentlich immer irgendwie total unwohl. Ob da echte Rogertränen kullern oder nicht kann man nicht wissen. Viel mehr stört mich einfach dieser blöde Eingriff ins Konzert. Da wird ein Solo gekürzt, hier ein ein Gitarrenriff eingebaut ....und alles klingt neu eingespielt. Ey, so lief das nicht ab. Ich habe Hamburg 2011 ganz anders in Erinnerung. Da ist kein Konzertfeeling, man ist irgendwie "nicht da". Ich weiß noch wie vor ca. zehn Jahren die Waters-Fans gerne über die DSOT-VHS spotteten. Komischer Schnitt, kein Feeling, zusammengewürfelt. Für mich ist der Film heute eigentlich auch nicht besser nur auf den neueren Stand der Technik.
      Ich hatte eigentlich gehofft das, wenn mich mal das gemauerte verlangen packt, ich nicht irgendwo bei youtube suchen muss, sondern einfach die BR einlegen brauch. Das Ergebnis macht für mich die Clips auf den Kanälen aber weiterhin unverzichtbar und der Staub hier ein neues Opfer.
    • @Hajo

      Ich bin da ganz bei @Patrick. Der Film ist konzerttechnisch ja echt nicht schlecht, aber eben warum sind diese bescheidenen Schnitte drin? Da sind mit Sicherheit Overdubs drin - genauso wie Roger - bekanntlich - an den wenigsten Stellen wirklich live gesungen hat. Das Frage ich mich doch, ist das Fanverarsche oder soll den Leuten nur mit möglichst großem Aufwand die Kohle aus der Tasche gezogen werden? Dass soll mir mal einer der Hardcore-Waters Fans erklären. Wie Patrick sagte, damals bei der Pulse und der Delicate wurde rumgemäkelt dass die Schwarte kracht - von wegen Fake-Live Album etc. - hier wirds in den Himmel gehoben bis zum geht nicht mehr.

      Gleichzeitig frage ich mich, was diese gespielten Szenen in dem Film sollen? Ist mein Horizont dafür zu beschränkt um die Sinnhaftigkeit zu verstehen? Anstelle, dass man diese Reise zu seinem Vater und Oppa in ne extra Doku haut, wird so ein sehr guter Konzertfilm förmlich zerrissen.

      Dieser Film ist für mich die größte Verarsche am Fan die man je bringen kann. Sein ominöses kommendes Album ist genau so eine Vaporware wie Chinese Democracy von Guns n Roses - nur dass die Platte nach 15 Jahren dann mal erschienen ist. Waters kündigt sein Album schon seit fast 20 Jahren an... Anstelle hundert Jahre lang den Kriegstod seines Vaters immer wieder hochzuholen und Weltpolitik zu kommentieren, soll er sich mal aufs wesentliche konzentrieren.
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    • Hajo schrieb:

      Auch ich hätte gerne einen Silberling mit dem kompletten Konzert (von mir aus auch aus vielen zusammengeschnitten) in bester Qualität
      Das wird von Harry nach Rogers Tod veröffentlicht sobald die Insel in der Karibik und die Häuser in NYC verkauft und der Rest der Kohle durch ist... :D
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Jester schrieb:

      Anstelle hundert Jahre lang den Kriegstod seines Vaters immer wieder hochzuholen und Weltpolitik zu kommentieren, soll er sich mal aufs wesentliche konzentrieren.
      Wer bist du denn, jemandem sagen zu wollen, was er zu tun und/oder zu lassen hat? Ist ja furchtbar ... :cursing: Wenn zu dir jemand sagt, lern lieber mal nen ordentlichen Beruf, obwohl dir das, was du tust, Spaß macht, fändest du das sicher auch nicht so cool ... oder?

      Ich bin dankbar für alles, was man von den Herren noch bekommt. Ich kann dann zwar gerne Dinge gut oder weniger gut finden, aber mir anzumaßen, ihm Vorschriften machen zu wollen, was er denn gefälligst zu tun hat, geht gar nicht. Wenn er seinen Konzertfilm so aufbauen möchte, will er das halt so und das ist ok. Punkt.
    • @mastererni

      ist ja richtig und auch gut so, dass er rausbringen soll was er will. es ist aber auch erlaubt das zu kritisieren oder muss ich alles in den Himmel heben was er rausbringt, nur weil er Roger Waters heißt? Wenn das so ist, dann können wir ja aufhören zu diskutieren bzw. sämtliche Musikmedien aufhören zu existieren.

      Was ich damit sagen will ist, dass das Thema so langsam ausgelutscht ist.
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    • Jester schrieb:

      Das Frage ich mich doch, ist das Fanverarsche oder soll den Leuten nur mit möglichst großem Aufwand die Kohle aus der Tasche gezogen werden?
      Hin und wieder frage ich mich mit welcher maßlosen Arroganz einige "Fans" unterwegs sind.

      Roger Waters ist ein Ausnahmekünstler und ein Perfektionist. Das wissen inzwischen wohl alle. Er entscheidet was er macht, wie er es macht, wann er es macht und was er lässt. Das, was er macht, bietet er lediglich an. Niemand muss es kaufen, gutfinden, vergöttern, bewundern. Man kann es auch einfach ignorieren.

      Einem Künster seiner Klasse kann man gar nichts vorschreiben. Er ist immer noch ungeheuer produktiv, ein Arbeitstier. Ständig unterwegs. Er hat noch viele Pläne, vllt hin- und wieder zu viele Pläne und Aktivitäten. Und weil nicht alles gleichzeitig geht, müssen die Fans schon mal warten.

      Wenn er etwas veröffentlicht, dann so wie ER sich das vorstellt. SEIN Name steht auf den Produkten. Er entscheidet ob seine Stimme bei einem bestimmten Segment der Aufnahme seinen eigenen Qualitätsansprüchen entspricht oder nicht. Er möchte dem Publikum keine schlechte Performance zumuten.

      Er ist kritisch genug nicht das Erst-Beste zu veröffentlichen. Er optimiert Schnitt, Übergänge, Tonabmischungen, Kameraeinstellungen. Er lässt zusätzliche Szenen hinter der Bühne drehen.

      Er entscheidet, dass er keinen simplen Konzertfilm im Stil von 08/15-Abfilmen eines einzelnen Helene-Fischer-Konzertes oder eines Auftritts von Bülent Ceylan machen möchte, dass er Aufnahmen aus vielen seiner 219 (allesamt standardmäßig mitgefilmten) Konzerten nutzt um das aus seiner Sicht jeweils Beste herauszusuchen.

      Er lässt in Athen die Wall-Show 2011 zwei Mal pro Tag aufführen, einmal Mittags für die Kamera-Arbeit hinter den Kulissen und für Close-Ups und dann nochmal Abends mit Publikum.

      Er lässt in Südamerika hunderte zusätzliche Scheinwerfer an den obersten Tribünen des Stadions installieren, nur um einen einzigen zusätzlichen Effekt zu erziehlen. In Quebéc lässt er die Mauer im Stil der "Chinesischen Mauer" nach links und rechts weiterbauen und auch hier werden zusätzliche Effekte implementiert.

      Er schneidet den Kinderchor aus ABITW aus vielen Auftritten zusammen - vllt, weil er es aus ungerecht ansieht nur eine Gruppe von Kindern in seinem Film zu zeigen, oder um ganz einfach die Vielfältigkeit der teilnehmenden Nationen aufzuzeigen. Das Zusammenschneiden ist ABSICHT - kein unprofessionelles Versehen.

      Er dreht mit großem Aufwand zusätzliche Szenen, die den Kontext seiner Story vertiefen sollen.

      Und ja, es ist eindeutig SEINE Story mit allen sehr persönlichen Bekenntnissen an der er uns teilnehmen lässt. Damit erzählt er und gibt mehr aus seinem Leben preis als fast alle anderen Künstler und ganz bestimmt viele von uns. Solche Dinge würden wir doch vermutlich höchstens mit unseren besten Freunden besprechen...

      Der Aufwand, den er betreibt damit das Produkt aus SEINER Sicht (und nur darauf kommt es an) optimal ist, ist unverhältnismäßig groß. Die Kosten sind ihm offensichtlich völlig egal. Das Endprodukt zählt!

      Er lässt selbst den Ton im derzeit technisch bestmöglichen aber sehr aufwendigen Dolby ATMOS-Verfahren abmischen um auch in dieser Hinsicht keinerlei Kompromisse eingehen zu müssen.

      Um das alles sicherzustellen benötigt er viel Zeit, viele Mitarbeiter, viel persönlichen Engagement und sicher auch jede Menge Kohle. Und erst, wenn alles seinen Vorstellungen entspricht und er mit dem Ergebnis zu 100% zufrieden ist, veröffentlicht er es. Erst dann! Er lässt sich von niemandem zwingen etwas abzuliefern wovon er nicht selbst zu 100% überzeugt ist.

      Tja, und dann kommt der kleine Jester um die Ecke und versteht nicht, dass es eher "Fanverarsche" ist, wenn man diesen ganzen monetären, zeitlichen und organisatorischen Aufwand mit erstklassigen Mitarbeitern und bestem Materialeinsatz scheut und stattdessen einfach blöd mit drei stationären Kameras und einer Handkamera ein Konzert abfilmen würde, zwei Tage dran rumschnippelt nach dem Motte "Passt schon!" und dann die Blu-ray auf den Markt wirft um möglichst schnell viel Kohle mit einer billigen Produktion zu machen, die anschließend auf RTL zwischen zwei peinlichen, scripted Dokuserien verramscht wird in der sich die Assis gegenseitig ständig anschreien obwohl sie der deutschen Sprache nur begrenzt mächtig sind, weil so etwas wie Bildung nie ein Thema war. Mit einer Comedy-Show kann man sowas machen, aber ein Roger Waters hat eben andere Ansprüche... Und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

      Und nochmal, sowas muss man nicht gutfinden, aber das als "Fanverarsche" herabzuwürdigen ist m. E. eine sehr dämliche Sicht... Für manche "hingerotzten" Kommentare habe ich wirklich kein Verständnis. Sorry.

      Just my 2 cents...
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Lieber Martin,

      immer wieder interessant, wie schnell du dich in deiner Ehre gekränkt fühlst sobald man Produkte vom guten Roger kritisiert. Ich gebe zu, ich habe bewusst eine überspitztere Formulierung gewählt. Ich darf dich erinnern, dass du umgekehrt auf Produkte aus dem Hause Gilmour ähnlich negative Äußerungen getätigt hast.

      Es geht hier nicht darum, welcher Aufwand genau für den Film betrieben wurde oder das hinter der Bühne extra gedreht wurde (was im übrigen kein Alleinstellungsmerkmal ist). Es geht hier nicht darum, dass er das veröffentlicht was er für richtig hält. Das steht ausser Frage. Ich habe ihm auch kein unprofessionelles Verhalten vorgeworfen. Für mich ist es einfach im Ganzen ein übertriebener Aufwand für ein als Konzertfilm angekündigtes Produkt. Ok Fanverarsche war vielleicht wirklich zu drastisch, jedoch halte ich den Film einfach für überproduziert. Es ist meine persönliche Meinung - das hat mit Arroganz nichts zu tun. Du kannst nicht von allen immer verlangen, dass sie Verständnis für alles was Roger rausbringt aufbringen.


      Und ja, es ist eindeutig SEINE Story mit allen sehr persönlichen Bekenntnissen an der er uns teilnehmen lässt. Damit erzählt er und gibt
      mehr aus seinem Leben preis als fast alle anderen Künstler.
      Auch das magst du vielleicht wieder anders sehen, ich halte das ebenfalls für übertrieben. Da gibt es nicht wenige Künstler die ebenso viel aus ihrem Leben preis geben.

      Du kannst nicht abstreiten, dass er nun seit fast 40 Jahren auf dieser Story herumreitet. Bei allem Seelenschmerz, irgendwann sollte man auch mal die Vergangenheit ruhen lassen. Die Gefahr, dass man ihm das irgendwann nicht mehr ab nimmt, ist verdammt hoch.


      Die Kosten sind ihm offensichtlich völlig egal.
      Ich könnte jetzt boshaft sagen, dass er sie sowieso wieder rein bekommt...

      in diesem Sinne,
      der kleine Jester
      :drummer: :Git: Like us on Facebook: Access2music.de :Git: :drummer:
    • Neccropole schrieb:

      Roger Waters ist ein Ausnahmekünstler und ein Perfektionist. Das wissen inzwischen wohl alle. Er entscheidet was er macht, wie er es macht, wann er es macht und was er lässt. Das, was er macht, bietet er lediglich an. Niemand muss es kaufen, gutfinden, vergöttern, bewundern. Man kann es auch einfach ignorieren.

      Einem Künster seiner Klasse kann man gar nichts vorschreiben.
      Ich würde das erweitern auf eigentlich alle Musiker, Bands, und Künstler. Die brauchen garnicht mal die Klasse von Rog zu haben. Ich finde es generell erstaunlich, was sich Konsumenten und auch Fans einbilden, als hätten sie irgendwelche in die Kunst eingreifende Rechte oder dergleichen. Das einzige Recht, was die überhaupt haben, ist, die Musik, das Buch, das Bild, den Film usw. gut oder nicht gut zu finden, es zu kaufen oder nicht zu kaufen. Alles darüber hinaus ist Quatsch.
    • Jester, weder hat das etwas damit zu tun, dass ich "in meiner Ehre gekränkt bin" (was für ein Blödsinn!) noch "verlange ich immer von allen, dass sie Verständnis für das aufbringen" was Roger macht oder lässt!

      Nichts davon habe ich je geschrieben oder verlangt! Im Gegenteil, ich habe oben sogar jedem freigestellt, alles was Roger macht einfach zu ignorieren!

      Bitte unterlass es mir Worte in den Mund zu legen oder mich (absichtlich?) fehl zu interpretieren!

      Was mir bei Deinem Posting nicht gefallen hat, ist, dass Du etwas als "Fanverarsche" abqualifizierst in das Waters mit Sicherheit mehr Aufwand, Herzblut und Engagement investiert hat, als die meisten anderen Künster in ähnliche Projekte. Und sein Ziel ist mit Sicherheit genau das Gegenteil Deiner "Fanverarsche"- Unterstellung!

      Und ja, ich habe 'Endless River' kritisiert, weil ich DORT (und nicht grundsätzlich bei "Produkten aus dem Hause Gilmour" - schon wieder eine Unterstellung!) eben genau dieses Herzblut und diesen Aufwand vermisst habe und ich stattdessen den Eindruck einer reinen Resteverwertung im Mantel eines vollwertigen PF-Albums vermutet habe. Das Wort "Fanverarsche" habe ich trotzdem nicht verwendet, obwohl es in diesem Fall m. E. naheliegender war.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Neccropole schrieb:

      Einem Künster seiner Klasse kann man gar nichts vorschreiben.
      Da hast du sicher recht, aber das gilt meiner Meinung auch für Gilmoursarbeit, Solo wie mit Pink Floyd.

      Neccropole schrieb:

      Er entscheidet, dass er keinen simplen Konzertfilm im Stil von 08/15-Abfilmen eines einzelnen Helene-Fischer-Konzertes oder eines Auftritts von Bülent Ceylan machen möchte
      Es gibt aber auch tolle Floydfremde Konzertfilme die einfach Abgefilmt wurden.

      Neccropole schrieb:

      Das Zusammenschneiden ist ABSICHT - kein unprofessionelles Versehen.
      Ich glaube das ist Jedem hier klar. Aber auch den Nebenbeifans?

      Neccropole schrieb:

      Er dreht mit großem Aufwand zusätzliche Szenen
      Du kennst dich beim Film besser aus. Welche Szenen außerhalb des Konzerts waren den aufwändig?

      mARCIE schrieb:

      Ich finde es generell erstaunlich, was sich Konsumenten und auch Fans einbilden, als hätten sie irgendwelche in die Kunst eingreifende Rechte
      Stimmt schon. Aber wie sagen die Künstler immer so schön bei Dankesreden: "danke liebe Fans, nur durch euch bin ich heute da wo ich jetzt bin....". Sicher können Waters und Gilmour auf unsere Meinung scheißen, aber es gab sicher die Zeit wo sie ohne Fanunterstützung schnell wieder in ihr altes Leben gerutscht wären.
    • Gibt es noch keine entsprechend geschnittene Version im Netz?

      Ich kann mir die Zwischensequenzen auch nicht mehr ansehen.
      1-2 Mal o.k., aber dann möchte ich gerne die reine Livesache geniessen können.

      iShoot, iEdit... ist ja ganz gut, aber halt nicht in perfekter Qualität.
      Man muss wissen, bis wohin man zu weit gehen kann (Jean Cocteau)
    • Patrick schrieb:

      Da hast du sicher recht, aber das gilt meiner Meinung auch für Gilmoursarbeit, Solo wie mit Pink Floyd.
      :) Interessant, in meinem ursprünglichen Posting als Reaktion auf Jesters sprachlichen Fehlgriff kommt der Name "Gilmour" gar nicht vor. Trotzdem fühlst Du und Jester sich veranlasst auf Gilmour hinzuweisen. Wie kommt das? :D Welche Befindlichkeiten führen dazu? Habe ich dieses Recht David irgendwo abgesprochen? :/

      Es gibt aber auch tolle Floydfremde Konzertfilme die einfach Abgefilmt wurden.
      Ad hoc fällt mir zwar gerade keins ein, aber das kann schon sein. Wer Waters' grundsätzlichen Arbeitsweise aber nur ein wenig kennt, der kann sowas "billiges" kaum von ihm erwarten. Da sind seine Ansprüche schon immer recht hoch gewesen.

      Ich glaube das ist Jedem hier klar. Aber auch den Nebenbeifans?
      Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich "jedem klar ist", den echten Fans vermutlich, den "Nebenbeifans" vielleicht nicht - aber glaubst Du im Ernst, dass Waters auf deren mögliche Fehlinterpretation Rücksicht nimmt und er daher lieber seinen eigenen Anspruch senkt? Schwer vorstellbar...

      Du kennst dich beim Film besser aus. Welche Szenen außerhalb des Konzerts waren den aufwändig?
      Ich bin nicht sicher, ob ich mich da besser auskenne, wahrscheinlich nicht. Vllt war das auch ein wenig missverständlich von mir formuliert. Was ich meinte: Für die insgesamt doch recht wenigen Minuten (Wieviel sind es im Film? 20 vielleicht?) fährt er tagelang mit einem Bentley und einer Crew durch Frankreich und Italien, mietet ein leerstehendes Haus an, lässt eine vollständige Bar einbauen, kontaktiert Freunde, die ihn bei der Reise begleiten usw usw. Das ist sicher nicht aufwendig im Sinne von "teuer", aber in Bezug auf die erwähnten paar Filmminuten und nur zu dem Zweck seinem Konzertfilm einen 'Roadmovie'-Charakter zu geben, ist das schon beachtlich. Natürlich wissen, wir, dass er die beiden Orte mit seiner Familie ohnehin besuchen wollte, aber eine solche private Reise wäre m. E. deutlich unkomplizierter worden. Auf der anderen Seite könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das bloße Abfilmen des gesamten Konzertes günstiger gewesen wäre als die Roadmovie-Momente alleine.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Neccropole schrieb:

      Roger Waters ist ein Ausnahmekünstler und ein Perfektionist. Das wissen inzwischen wohl alle. Er entscheidet was er macht, wie er es macht, wann er es macht und was er lässt. Das, was er macht, bietet er lediglich an. Niemand muss es kaufen, gutfinden, vergöttern, bewundern. Man kann es auch einfach ignorieren.
      Naja die Zahl der Konsumangebote für die aktuellen Roger Waters Produkte ist hat ja schon die kritische Masse erreicht ab der man von Nötigung sprechen kann.

      In der Diskussion hier kollidiert für mich gerade die rosa Fan Brille mit der faktischen Wahrheit.
      Auch die "Fans" ohne rosa Sehhilfe sollten ihre Wünsche und Erwartungen an den Künstleraussprechen dürfen ohne derart angefeindet zu werden.

      Ausnahmekünstler hin oder her, Roger füllt sich, mit seiner "Hilfe mein Papa ist im Krieg gefallen", Endlosschleife mal wieder die Kassen UND leider gönnt er den Fans halt keines, der zugegebenermaßen sehr geilen Konzerte, en Block im Nachhinein, erneut zu genießen. Warum? Weil er zwanghaft seine Trauma mit der ganzen Welt teilen muss.

      RW hatte meiner Meinung schon häufiger Probleme damit zu erkennen wann mal genug ist.
      ___________________________________ :evil:
      there is someone in my head but its not me !
    • Neccropole schrieb:

      Trotzdem fühlst Du und Jester sich veranlasst auf Gilmour hinzuweisen.
      Ich glaube das ist der Fluch der beiden. Alles was der eine macht wird auch immer mit der Arbeit des anderen verglichen.

      Neccropole schrieb:

      Ad hoc fällt mir zwar gerade keins ein,
      "In the Flesh" :D . Alleine wegen Doyle Bramhall II der mit seinem Gitarrenspiel meine Meinung nach David Kilminster eiskalt in den Schatten stellt (er kann sogar das Solo von Mother).

      Neccropole schrieb:

      dass Waters auf deren mögliche Fehlinterpretation Rücksicht nimmt
      wie einst der Vergangheitswaters gibt es für Roger halt nur Roger. Dickschädel....das hat der Musik aber oft nicht egschadet.