Animals

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    • Aber Mal abgesehen davon. Bei näherer Betrachtung hatte ein Song Rats sogar Sinn gemacht. Irgendwie fehlt in dem Konzept ja der unterste Rand der Gesellschaft...

      Ratten werden nicht gern gesehen. Ratten leben im in vom Müll der Wohlstandsgesellschaft, fangen sich dadurch Krankheiten ein und verbreiten die manchmal auch. Sie werden oft verfolgt oder getötet, ohne daß es jemand kümmert. Oder sie werden benutzt.

      Da ließe sich durchaus ein Song ins Konzept bringen.
      Am Anfang war mein Wort!
    • Gernot schrieb:

      dieser HickHack kotzt mich langsam an.
      Langsam bekommen die ANIMALS passende BandGesichter :evil:
      Nur die Zuordnung zur Tierrasse fällt im Moment noch schwer ;(
      Diese Liner Notes sind doch eigentlich ein mikroskopisch kleines Problem. Nicht mal alle Hardliner hier wollen sich das Album kaufen. Und die, die es dann tun, sind mit der Floyd-Historie bestens vertraut.

      Das übergeordnete Problem lässt sich einfach zusammenfassen:
      Beide Alphas blicken auf ihr Lebenswerk zurück und wollen das Bestmögliche rausholen.

      1. Der Lange will, dass seine Verdienste ganz besonders (gar übertrieben) hervorgehoben werden.

      2. Der Breite will, dass Floyd in der Öffentlichkeit "enigmatic" bleibt. Na gut, bis auf sein Haus, sein Auto, sein Boot, seine ultratalentierte Frau, seine ultratalentierte Tochter, sein Wohnzimmer, sein Hund, seine Tapete. Deswegen denkt der Uninformierte auch, dass Pink Floyd sowas wie Roxette sein muss, wenn er sich die News auf der offiziellen Homepage anschaut. Und früher gab es anscheinend noch einen Syd.

      Es hat schon seinen Grund, warum sich Ricks Angehörige für eine eigene Internetpräsenz entschieden haben. Im Zweifel kann man einige Dinge in Nicks ultradiplomatischem "Inside Out" nachlesen, für dessen Veröffentlichung Nick zum Glück eine längere Eiszeit mit Gilmour in Kauf genommen hat. Die Quittung hat er jetzt ja, denn das Bild zum einzigen Geburtstagsgruß für Irgendjemanden auf der offiziellen Seite zeigt Polly "Bestselling Author" Samson und schluckt mehr Pixel als Nicks Tourbilder zusammen. PF ist eine verkaufsträchtige Marke. Da schadet es ja nicht, dass man alles "enigmatic" hält und nur noch David+Polly mit dem Namen verknüpft.

      Deswegen glaube ich, dass dieser Streit zu deren Lebzeiten nicht mehr enden wird. Polly wird ja womöglich David und Nick überleben. Dann wird PinkFloyd.com zu Pollys Tagebuch. You ain't seen nothing yet.

      Roger will das alles verhindern und trollt jetzt mit aller Macht das Internet voll. Ist halt so seine Art.
    • Deswegen glaube ich, dass dieser Streit zu deren Lebzeiten nicht mehr enden wird. Polly wird ja womöglich David und Nick überleben. Dann wird PinkFloyd.com zu Pollys Tagebuch. You ain't seen nothing yet.
      Ja, zusammen mit Charly. Früher ja immer schön anti (Floyd), als er dann aber merkte dass nackt Fahrrad fahren, und auf Laternen klettern keine Rechnung bezahlen, hat er sich dann halt schnell mit auf die Bank gesetzt und n Vogelbuch zusammen geschrieben. Der macht dann später den Floyd-Blog. Ich sehe ihn schon mit seiner Elster gegen Waters Kopf ,aufm Roboterkörper, kämpfen.
    • Das ganze empfinde ich als extrem deprimierend. Pink Floyd war damals ein Mysterium - keine Bilder, keine Bravo Artikel. Nur diese Musik, mit diesen unglaublichen Covern. Wieviel Stunden habe ich in meinem Kinderzimmer verbracht, Kopfhörer auf und das Meddle Cover in der Hand... DAS ist Pink Floyd!!! Leider geht der Mythos so langsam den Bach runter. Diese kindischen Streitereien bei Leuten jenseits der 70. Kelly Familie Auftritte von dem einen, der sich von seiner Frau mit dem Label 'Pink Floyd' vor den Karren spannen lässt, der andere haut fragwürdige politische Parolen raus. Scheinbar können beide nicht loslassen.
    • Puk schrieb:

      Scheinbar können beide nicht loslassen.
      ...und COVID. Keine Tour, keine Yacht-Parties, kein Sektschlürfen mit Clinton oder Abramovic, kein Applaus, mit Maske wird man kaum erkannt - von 100 auf 0. Da werden die Liner Notes plötzlich wichtig, um sich noch einmal als relevante Person definieren zu können. Oder man überträgt Familien-Sit-Ins. Der nächste Schritt wird dann die Frage sein, wer im Altersheim zuerst die Suppe bekommt.

      Aber das schlechteste Bild gibt für mich Polly Samson ab. Beschwert sich in jedem zweiten Interview, dass sie "Sexism" und "Wifeism" ausgesetzt sei, also immer nur als die Frau von Gilmour gesehen wird, zapft aber alle Erfolgskanäle von Sugar Daddy an, um ihre Karriere "ganz emanzipiert" aufzupimpen. NATÜRLICH ist sie auf PinkFloyd.com immer nur Gilmours Frau. Was hat sie erwartet? Gilmour ist Protagonist in dieser Gruppe - sie nicht. Das hat dann auch nichts mit Sexismus zu tun.
    • Da habt ihr jetzt aber was geschrieben was man mit bisschen Orgelmusik auch sehr gut in der Kirche predigen könnte. Würde man da nicht verstehen? Ha, als wenn dort alle die jungfräuliche Schwangerschaft verstehen würden...egal

      Puk schrieb:

      Das ganze empfinde ich als extrem deprimierend. Pink Floyd war damals ein Mysterium - keine Bilder, keine Bravo Artikel. Nur diese Musik, mit diesen unglaublichen Covern.
      Genau. Selbst als ich Fan wurde , circa 2003, kannte ich natürlich Pink Floyd. Aber n Bild hatte ich nie im Kopf. Mick Jagger, jooo, Bono, jaaa und Paul McCartney klar. Aber wer war Pink Floyd. Wenn jemand gesagt hätte Marcell d'avis, Herbert Görgens und Sternchen mit den sinnlichen Lippen, hätte ich das geglaubt! Die Personen waren ja sowas von Undercover. ber das war ja auch egal. Wichtiger war die Musik. Eine Band für die Musik. Erst als ich anfing mich mit der Band zu beschäftigen, bekam man auch mal Namen. Aber auch NUR, weil man sich Literatur beschaffte und das neue Medium Internet befragte. Gilmour, aha netter älterer lächelnder Typ und Waters uiui. Wohl ziemlich böse und hasst Menschen. Und wehe, man verleiht ihm einen Preis klick.

      Heute: Gilmour mag irgendwie auch nicht mehr, fetten Backkatalog aber Covert mit der angeheirateten Familie Akustigsongs. Waters liebt die Menschen, besonders aber das Medium Internet. Glaubt fest sich für das richtige einzusetzen und plötzlich kennen ihn auch viele in Deutschland, besonders die die Unterschriften sammeln gegen ihn bzw. das Sponsoring usw. Er wehrt sich bla bla usw. Plötzlich fühlt man sich als, ob man FREIwild oder Onkelz hört. Als, wenn man sich rechtfertigen muss zu einem Waters-Konzert zugehen. So hab ich mir das 2003 nicht vorgestellt.

      hammy79 schrieb:

      also immer nur als die Frau von Gilmour gesehen wird, zapft aber alle Erfolgskanäle von Sugar Daddy an, um ihre Karriere "ganz emanzipiert" aufzupimpen. NATÜRLICH ist sie auf PinkFloyd.com immer nur Gilmours Frau.
      Genau. Nochmal: Hätte Polly ihr Buch als Polly Koslowski geschrieben, würde sich niemand dafür interessieren. Hätte Gilmour Ginger behalten, gäb es jetzt wohl David Autogramme auf Engelsbücher.
    • Jester schrieb:

      Seht ihr das alles nicht ein wenig zu melodramatisch?
      Sind doch sehr interessante Diskussionen, bisschen Leben hier im Forum find ich gut 8)

      Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich mich 'Floyd-technisch' mittlerweile so wie ca. 70 fühle. Alles, was gerade passiert, ist mir schon fast völlig egal, emotional passiert da gar nichts mehr mit mir. Natürlich bin ich prinzipiell noch absolut großer Fan, ist hier sicher jeder, aber ich hab meine Floyd-Hochphase auf jeden Fall hinter mir. 'Ich hab alles erlebt' würde ich als Rentner in meinem Schaukelstuhl sagen. Neues Album? Brauche ich nicht. Tour? Brauche ich auch nicht. Animals Remix ... puh ... mir egal ... Ich lebe von meinen Erinnerungen und das ist auch gut so und schön! Es wäre ok, die Tür zu schließen. Besser als meine Erinnerungen und Gedanken mit den zum Teil absurden Kindergarten-Aktionen kaputt zu machen.
    • mastererni schrieb:

      Sind doch sehr interessante Diskussionen, bisschen Leben hier im Forum find ich gut

      Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich mich 'Floyd-technisch' mittlerweile so wie ca. 70 fühle. Alles, was gerade passiert, ist mir schon fast völlig egal, emotional passiert da gar nichts mehr mit mir. Natürlich bin ich prinzipiell noch absolut großer Fan, ist hier sicher jeder, aber ich hab meine Floyd-Hochphase auf jeden Fall hinter mir. 'Ich hab alles erlebt' würde ich als Rentner in meinem Schaukelstuhl sagen. Neues Album? Brauche ich nicht. Tour? Brauche ich auch nicht. Animals Remix ... puh ... mir egal ... Ich lebe von meinen Erinnerungen und das ist auch gut so und schön! Es wäre ok, die Tür zu schließen. Besser als meine Erinnerungen und Gedanken mit den zum Teil absurden Kindergarten-Aktionen kaputt zu machen.
      Deinem Anfangssatz stimme ich zu, bzw. habe das ja auch schon so etwa geschrieben.

      Dem Rest allerdings nicht. :nee:
      Sorry, ganz im Gegenteil sogar, und ich fühle mich damit immer noch sehr wohl, freue mich auf die Konzerte, die kommen [z.B. Waters Vancouver, Mason Hamburg (beides absehbar) und Gilmour in vielleicht zwei Jahren] und auch weiterhin über alles, was da sonst noch so kommt; aber dabei (natürlich) auch nicht unkritisch.

      Ganz so "mystisch", wie @Patrick z.B. noch 2003 Pink Floyd empfand, waren die allerdings für mich schon in "meiner", doch sehr viel früheren Jugend auch nicht, da ich mich schon sehr früh (70-er 80-er und das ging sogar ohne Internet) mit dieser Musik und den Leuten dahinter befasst habe! Ich kann auch wirklich nicht von z.B. "deprimierend" sprechen, wie z.B. @Puk und bin doch sehr froh, da anders drauf zu sein, und das hat wahrlich nichts mit diesem Museumsprojekt zu tun, wenn auch das und das Forum hier (!) dieser "Pink floydigen - Liebhaberei" noch mal einen besonderen Schub (im Alter) gegeben hat.

      :greis: Bin ich hier eigentlich inzwischen der LETZTE (!) Floyd-Liebhaber, der so drauf ist, so empfindet? :bulb:
    • Bin ich hier eigentlich inzwischen der LETZTE (!) Floyd-Liebhaber, der so drauf ist, so empfindet?
      In diesem Forum sicher. Was haben wir hier früher die Texte Studiert, gedanken über die Musik gemacht und hobbypsychologisch die Bandmitglieder analysiert. Egal ob hier oder bei treffen bei Konzerten oder Chats. Da gehts einen dann wirklich irgendwann wie Masterernie. Wenn nach 16 Jahren nicht wirklich was neues kommt, auch nicht wirklich verwunderlich
    • Patrick schrieb:

      Wenn nach 16 Jahren nicht wirklich was neues kommt, auch nicht wirklich verwunderlich
      Falsch!
      Es kommt doch ständig "NEUES" (in jeder Hinsicht, wie Album, Konzerte, YouTube, politische und andere Aussagen usw.usf.), nur gefällt es Euch (Dir) (anscheinend) nicht. :klugscheiss:

      ...und ob ich wirklich der Letzte diesbezüglich in DIESEM Forum bin, sei dahin gestellt und ist nicht sicher (und glaube ich auch nicht!), nur weil viele hier wenig dementsprechend schreiben, bzw. nur noch lesen. (Letzteres zeigt doch zumindest Interesse :wink: )
    • und ob ich wirklich der Letzte diesbezüglich in DIESEM Forum bin, sei dahin gestellt und ist nicht sicher...

      Da muss ich immer an Materias "2 Finger am Kopf" denken:
      》Wo sind meine Leute hin? Die waren früher überall
      Was all die anderen starten sieht wie 'ne Landung aus
      Und die Welt, sie dreht sich weiter, nur nicht mehr ganz so laut《
    • Ich sage mal ALLE die sich in diesem Forum tummeln, haben den Pink Floyd Virus und da hilft auch auch keine Impfung ;)
      Trotzdem habe ich das Gefühl das sie gerade bei ihren "alten" Fans irgendwie ihren Mythos zerstören.

      Wenn ich ganz ehrlich bin hätte man nach den Pulse Konzerten in London aufhören sollen - RW, DG und PF!

      Klar, ich würde On An Island, Take A Breath, oder ITTLWRW nachweinen. Aber, das wäre mir lieber, als das was die letzten Jahre läuft.
      Ich will hier nicht schlechte Laune gegen PF verbreiten. Aber Floyd war für mich immer mehr als Musik, sie haben mich in meiner Jugend begleitet.
      Ich sehe mich noch vor der Westfalenhalle stehen und von einem englischen Schwarzkartenhändler Karten für ein zweites Konzert kaufen (DM 75,00 was
      mich als Schüler in den Bankrott getrieben hat).

      Aber all diese Konzerte (wobei mir RW-The Wall extrem gut gefallen hat...) und das aufwärmen und vergolden der alten Pink Floyd Welt, da kann ich auch
      zu den Aussies oder Brit Floyd gehen. Ich glaube viele Fans und PF klammern sich an die Vergangenheit und wollen nicht akzeptieren, das diese Zeit endgültig
      vorbei ist.

      Nachdem ich früher wirklich ALLES gesammelt habe, was mir in die Hände kam, muss ich feststellen das die neuen Veröffentlichungen beliebig geworden sind.

      Zuletzt dieses 'Animals' Drama. Meine Fresse, das interessiert wirklich niemand. Und was bringen sie raus - den Remix auf 4 verschiedenen Datenträgern - Sorry
      da bin ich raus.
    • ICH bin so ein Mitleser, Hajo! Das ist auch nicht ganz unbedründet. Ich lese hier seit vielen Jahren Beiträge, wo ich oft mit dem Kopf schüttle. Ich wurde Floydfan mit 14Jahren. Und die frühe Phase, also bis Animals ist voll mein Ding gewesen. Und dann kam das Internet und man suchte eine Platform um immer etwas neues zu erfahren und ich habe ein PINK FLOYD FORUM gefunden... Dabei mußte ich feststellen, dass hier doch auch einige halbe oder auch viertel Pink Floyd Fans schreiben. Ich freue mich jedes mal auf eine neue Herausgabe (ich schreibe extra nich Neuerscheinung) von meiner Lieblingsband. Und genieße die doch immer wieder etwas anders klingenden Töne aus meine Boxen. Wozu ist man sonst Pink Floyd Fan? Dabei denke ich auch immer an den "Rest der Welt". Wer sollte sich von denen diese Sachen eigentlich noch kaufen?
      Sorry, aber das war mal wieder so ein Kopfschüttelmoment. Und ich habe mich sicherlich unbeliebt gemacht. Aber ich habe gefühlt, dass Hajo einen Verbündeten gesucht hat! Und den hat er!
    • @Puk und Hajo und Amazing Pudding

      Na, so weit würde ich den Schlussstrich nicht nach hinten verlegen wollen (PULSE).

      Bei mir persönlich ist inzwischen aber eine paradoxe Mischung aus fehlenden Highlights und Übersättigung eingetreten.
      Ich glaube, das Forum hatte die goldenen Jahre ungefähr zwischen Live8 2005 und Gilmour auf der Mauer in London 2011 (?). Für mich war es zumindest so, weil:

      1. Die Highlights: Ab Live8 kam wirklich eine große Sache nach der anderen. Man hatte über ein paar Jahre wirklich das Gefühl, dass die Floyd-Welt noch einmal richtig an Fahrt aufnimmt, nachdem es doch recht still um alle geworden und für mich Floyd eher ein Ding der Vergangenheit war. Reunion-Gemunkel, Soloalbum Gilmour, Tour mit Rick Wright, "Echoes" und "Fat Old Sun" live nach all den Jahren, DSOTM live, Rogers Konzerte erreichten optisch immer mehr Floyd-Dimensionen, "The Wall" leibhaftig -> nicht mal im Traum daran gedacht. Leider starben in der Zeit auch Rick und Syd. Alles solche Paukenschläge in nur ca. 5 Jahren.
      Die 10 Jahre danach (also bis heute) ging die Kurve nach unten. Gilmour musste bei seiner Tour auf Wright verzichten, Waters machte weiter Spektakel der Sorte "The Wall", aber eben nicht mehr so ganz. Die neuen Alben waren okay bis gut, aber (für mich) auch eine Entmystifizierung. Waters und Gilmour hätten ihre Platten auch "Neues aus der Komfortzone" nennen können und "Endless River" klang, als hätte ein Computer alle Floyd-Klischees durch nen Shuffle gejagt. Und das war haargenau so erwartbar. Kein Vegleich zu meinen aufgerissenen Augen, als ich das erste Mal einen Mitschnitt von "The Man & The Journey" in die Finger bekommen habe. Apropos...

      2. Die Übersättigung: Es ist auch meinem relativ späten Baujahr geschuldet, dass ich damals beinahe jungfräulich ins Forum gekommen bin. In Konzertton und bewegten Bildern kannte ich Floyd lediglich in ziemlich jung (Pompeii) und ziemlich alt (PULSE, In The Flesh, Live8). Der Rest war für mich noch unentdecktes Land. Und das war halt extrem spannend. Es gab einen Abend, da habe ich mit Patrick über ICQ (glaub ich) einem erbärmlichen Livestream entgegengefiebert - Waters erstes Konzert 2006 in Lissabon. Die zweite Hälfte blieb das Bild schwarz, Waters wollte DSOTM nicht übertragen. Tja, warteten wir halt bis zur Wuhlheide. Bei Youtube gab es vielleicht ein oder zwei 30-Sekunden-Clips. Bis dahin hatte mir zum Glück ein Forumsmitglied (ich glaube, es war Double Bubble) die Zeit versüßt, denn ein Paket mit VOIOs und ROIOS machte eine Deutschlandtour quer durchs Forum - darunter KAOS live, aber auch Waters "Flickering Fireworks". Ich hätte nie für möglich gehalten, dass es sowas überhaupt gibt. Die Versorgungskanäle wurden mit der Zeit unmittelbarer und ich brauchte irgendwann schon eine DVD-Spindel. Erst dauerte es eine Nacht bei Yeeshkul, dann gab es auf Youtube die ersten ganzen Audio-Konzerte. Wahnsinn, wie spannend allein die 77er-Tour mit den langen Pigs-Versionen waren.
      Mit der Wall-Tour kam dann die Übersättigung. Waters selbst hatte diese Facebook-Video-Reihe, die wichtigste Dinge auf dem Niveau von "Snowy sucht seine Socken" in täglicher Taktung brachte. Und das Schlimmste: Als mein Flieger nach London abhob, kannte ich die Show schon bis ins kleinste Detail. War ja von Tag 1 an in allen Perspektiven auf Youtube zu bewundern. Da liegt für mich persönlich das Hauptproblem: Floyd lebte immer auch von der Antizipation. Was kommt diesmal auf mich zu? Wie ein Kubrick-Film...
      Wenn es in den letzten Jahren Neuerscheinungen gab, wurde man vorab schon so zugeteasert und zugetrailert, dass für Überraschungen kaum noch Platz blieb. Zudem hätte es ohnehin kaum welche gegeben, denn die Herren halten sich wie gesagt nur noch in der Komfortzone auf. Ist in dem Alter völlig nachvollziehbar.

      Also mein Floyd-Film endet ziemlich genau mit dem Bühnenabgang von Gilmour, Mason und Waters im Jahr 2011. Das habe ich damals schon recht deutlich gespürt. Alles danach ist die weniger spannende Fortsetzung, die ich aber trotzdem noch konsumiere.