Roger tut was

    • Roger Waters wurde in Argentinien ausgezeichnet. Er hatte unter anderem eine Aktivität unterstützt die unbekannten Leichen der Gefallenen im Falkland-Krieg (siehe ''The Final Cut') per DNA Test zu identifizieren, sodass die Familien Ihre verstorbenen Angehörigen "nach Hause" bringen konnten. Dafür wurde er nun offiziell geehrt.

      Von 122 unbekannten Toten, konnten 102 bereits identifiziert werden.

      Waters dazu: "We have to identify the other 20... Not one more drop of blood should be spilled by any of our children for the imperial aspirations of European monarchies that fell a long time ago."

      "Wir müssen die anderen 20 (auch noch) identifizieren ... Von unseren Kindern sollte kein Tropfen Blut mehr für imperiale Bestrebungen europäischer Monarchien vergossen werden, die (ohnehin schon) vor langer Zeit untergegangen sind."

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      Martin
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      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)


    • hm..keine ahnung wieso,aber diese interviews mit dem alters-milden roger berühren mich sehr.

      vll. weil die widersprüche so deutlich werden...er sehnt sich nach communication und harmonie mit menschen und war sich selbst lange sein grösster feind,konnte genau das nicht umsetzen.

      ich wünsche ihm das er viel spass hat mit den enkeln :) <3
    • Das neue Tour-Outfit? :D

      During a tour in Latin America and Mexico, the Pink Floyd frontman stopped over in Ecuador to call for justice in a decades-long battle between the community and an oil giant. Nearly 25 years ago, 30,000 community plaintiffs filed a lawsuit against Chevron for environmental damage by its subsidiary Texaco. The $9.5 billion award to plaintiffs in the case has not been paid. Waters, a longtime grassroots activist who is outspoken on a variety of political and human rights issues, says the Ecuador Chevron case has global significance.

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      Martin
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      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Roger Waters ist nicht gerade begeistert darüber, dass die englische PF Coverband UK Pink Floyd Experience in Israel auftreten möchte, und richtet sich in sehr deutlichen Worten direkt an deren Mitglieder:

      A note from Roger to UK Pink Floyd Experience:
      I am aghast to see you have plans to perform in Tel Aviv, Haifa and Be’er Sheba on 4th 5th 6th January. Please don’t do it.
      To sing my songs in front of segregated audiences in Israel, and contribute to the cultural whitewashing of the racist and apartheid government of that country, would be an act of unconscionable malice and disrespect.
      David Power, Bobby Harrison, Mike Bollard, Rick Benbow, Francesco Borrelli....
      Have you never actually listened to the work that you perform to make a living?
      The people you intend to entertain are executing their neighbor's children, shooting them down in cold blood every day.
      In the name of everything human, PLEASE hear my plea and cancel today.

      [Übersetzung]
      Eine Nachricht von Roger an UK Pink Floyd Experience:
      "Ich bin darüber entsetzt, dass ihr am 4. und 6. Januar in Tel Aviv, Haifa und Be'er Sheba auftreten wollt. Bitte macht das nicht.
      Meine Songs vor einem separierten Publikum in Israel zu singen und damit dazu beizutragen, die rassistische Apartheid-Regierung dieses Landes kulturell reinzuwaschen, wäre ein Akt unvorsichtiger Bosheit und Respektlosigkeit.
      David Power, Bobby Harrison, Mike Bollard, Rick Benbow, Francesco Borrelli ...
      Habt ihr nie wirklich dem Werk zugehört, mit dem ihr euren Lebensunterhalt verdient?
      Die Menschen, die ihr unterhalten möchtet, lassen die Kinder ihrer Nachbarn hinrichten und töten diese jeden Tag kaltblütig.
      BITTE erhört mein Aufruf im Namen der Menschlichkeit und storniert (eure Auftritte) noch heute."

      Zu diesem Aufruf postet er diese Fotos:

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      Persönliche Anmerkung:
      Ich halte den Satz "Die Menschen, die Sie unterhalten möchten, lassen die Kinder ihrer Nachbarn hinrichten und töten sie jeden Tag kaltblütig." für extrem problematisch und unglücklich, da er - auch wenn er nur zuspitzen wollte oder die Formulierung einer spontanen Wut entspringt - das dortige Publikum in unzulässiger Weise verunglimpft, statt die Regierung anzugreifen. Vermutlich zielt er darauf ab, dass die gewählte Regierung nun mal so handelt, wie es die Bevölkerung im Grunde mehrheitlich will. Allerdings ist dies nun wirklich deutlich überzogen, weil sicherlich nicht alle Konzertbesucher mit dem Regierungshandeln einverstanden sind, sie aber bei dieser Wortwahl in Mithaftung genommen werden!

      Allerdings finde ich es gleichzeitig recht problematisch, dass eine PF Coverband - die Rogers Ansicht sicher kennen sollte (und die auch David und Nick inhaltlich grundsätzlich - vllt nicht in dieser Schärfe - teilen, auch wenn sie es nicht so laut publik machen) sich über diese Dinge hinwegsetzt oder ignoriert. Insofern kann ich Waters Unverständnis und Ärger durchaus verstehen. Wenn man als Mitglied einer Coverband den/die Künstler bewundert oder zumindest respektiert, sollte man seine/ihre Intensionen beachten - selbst, wenn man nicht gleicher Meinung sein sollte, ganz besonders, wenn man mit deren Werk - wie Roger es ja auch äußert - eben seine Kohle verdient...

      Das die Situation vor Ort für die Menschen (vermutlich auch für Waters) unerträglich ist, rechtfertigt die Wortwahl aus meiner Sicht ebenfalls nicht. Das gepostete Foto rechts wird jeden - nicht abgestumpften - Menschen sicherlich trotzdem ins Herz treffen...
      Martin
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      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Neu

      Na, da wurde dann offensichtlich doch recht schnell darauf reagiert:

      Waters am 09.12.2018:

      Re UK Pink Floyd Experience Israel dates. I have heard back from David Power who speaks for the band, I am very happy that they have canceled their shows in Israel, they agree that, in their own words, „The situation in Israel and Palestine is intolerable”. I want to thank them for their prompt response. I’m very glad to welcome them into the BDS fold. I notice in my researches that other Pink Floyd Tribute outfits did gigs in Israel in 2017, particularly The Australian Pink Floyd, they slipped under my radar or they would have heard from me last year, I don’t know if they’re planning to tour again soon but if they do and still consider Israel as a potential market my message to UK Pink Floyd Experience would apply to them. Maybe in any event Australian Pink Floyd and Brit Floyd – The Pink Floyd Tribute Show and any other tribute outfits could add their voice/voices to UK Pink Floyd Experience and reinforce the BDS picket line? We’ll watch this space. Love R.

      [Übersetzung]

      Bezüglich der Israel-Termine von UK Pink Floyd Experience. Ich habe von David Power, der für die Band spricht, eine Nachricht erhalten und bin sehr froh, dass sie ihre Shows in Israel abgesagt haben. Sie stimmen darin überein, dass die Situation in Israel und Palästina – in ihren eigenen Worten – „unerträglich“ ist. Ich möchte ihnen für ihre schnelle Antwort danken. Ich bin sehr froh, sie in der BDS-Gemeinde begrüßen zu dürfen. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass andere Pink Floyd Tribute Formationen im Jahr 2017 in Israel Auftritte absolviert haben, insbesondere The Australian Pink Floyd. Das ist mir nicht aufgefallen, sonst hätten sie im letzten Jahr von mir gehört. Mir ist nicht bekannt, ob sie bald wieder touren, aber wenn sie Israel noch als potenziellen Markt betrachten, würde meine Botschaft an die britische Pink Floyd Experience für sie ebenfalls gelten. Vielleicht könnten Australian Pink Floyd und Brit Floyd – die Pink Floyd Tribute Show und andere Tribute-Formationen ihre Stimme / ihre Stimmen sich denen von UK Pink Floyd Experience anschließen und die BDS-Streikposten-Linie verstärken? Wir werden es im Auge behalten. In Liebe R.
      Martin
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      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)