Zu jung für The Wall 1990 am Potsdamer Platz - wer war dabei?

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    • eine Frage an Martin
      was zeigt das letzte Bild aus Teil 5 ?
      und
      gibt es auch Bilder aus dem VIP-Bereich ?

      @Jester,
      eine sehr späte Korrektur zu deinem Beitrag vom 16. Juli 2015:
      das Konzert fand auf dem sogenannten " Todesstreifen " statt.
      Also komplett auf "Noch-DDR-Gebiet" !
      Bühne und Zuschauer !!
      der "Todesstreifen", besonders im Zentrum von Berlin, hatte zwei Mauern. Eine zum Westen und eine zum Osten.
      So war der Wahnsinn !!
    • Gernot schrieb:

      was zeigt das letzte Bild aus Teil 5 ?
      und
      gibt es auch Bilder aus dem VIP-Bereich ?
      Das letzte Bild aus Teil 5 zeigt einen Projektionstest auf die noch am Boden befindliche runde Leinwand. Im Vordergrund ist der Projektor, der aufgrund der damaligen Technik noch einen Schlauch für die Abwärme angeschlossen hat. Das war ein üblicher Kinoprojektor. Wenn Du genau hinschaust, kannst Du oben die Spule mit dem Film sehen. Die Technik war 1990 analog! ;)

      Aus dem VIP-Bereich gibt es ein paar wenige Fotos, die aber nicht besonders spektakulär sind, z. B. von Bryan Adams etc. - die sehen aber eher nach "Schnappschüssen" von einer keinen Pocketkamera aus - miese Bildqualität.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • MartinAdam schrieb:

      Hat man was von der Bombendrohung mitbekommen?
      Von Bombendrohungen hab ich nie was gehört.

      Vllt. ein Missverständnis, weil man den "Todesstreifen" im Vorfeld nach Sprengfallen aus der DDR und Bomben aus dem 2. Weltkrieg abgesucht und teilweise umgegraben hat - siehe auch erstes Bild aus Teil 1.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Da ich ganz in Forum bin, erst heute meine Antwort.
      1985 arbeitet ich für ein halbes Jahr in Berlin. Da ich meine ersten Wohnsitz in der BRD hatte, konnte ich für 5,-- DM Eintritt jederzeit nach Ostberlin. So konnte ich das Brandenburger Tor von beiden Seiten mit entsprechenden Abstand sehen und irgendwann sagte ich zu mir, eines Tages gehst Du da durch. Durch mein Ost-Berlin besuche lernte ich damals ein e Frau kennen, die ich auch später noch öfter besuchte. Es war Ende 1987 oder Anfang 1988 - da wurde der Zoll auf die Ausfuhr von Ware drastisch erhöht. Zollfrei durfte man Ware bis zu der Höhe des Zwangsumtauschs von 25,-- DM ausführen. Was darüber lag wurde mit 50% Zoll belegt. War man für vier tage in der DDR durfte man für 100,-- Ostmark Ware ausführen, lag man bei 110,-- Ostmark waren 5,-- DM! fällig. Plötzlich dann 20,-- DM wenn man 10,-- Ostmark darüber lag.
      Mein Gedanke damals - jetzt sind sie Pleite, jetzt dauert es nicht mehr lang (Ende der DDR). Zu dieser Zeit gab es die Montagsdemonstrationen noch nicht, die kamen aber kurz darauf.
      Soweit die Vorgeschichte.
      Am 9. November 1989 schaltete ich Abends nochmal den Fernseher ein und konnte nicht glauben was ich zu sehen bekam. Ähnlich schaute ich aus der Wäsche als ich dann Wochen später von einem Arbeitskollegen hörte, das Roger Waters "The Wall" auf dem Potsdamer Platz aufführen will. Sehr schnell, Karten, Hotelzimmer und Flug gebucht.
      IMG_1393-Groß.jpg
      Am 21. Juli war es dann soweit. An einem provisorischen Grenzübergang konnte ich von West nach Ost und musste nur meinen Personalausweis vorzeigen .... Später stand ich dann mit äußerst gemischten Gefühlen mit tausend anderen auf dem Potsdamer Platz den ich vor gar nicht allzu langer Zeit nur von einer Aussichtsplattform von West-Berlin aus sehen konnte.
      Das Konzert, großartig. Trotz Tonausfall. Etwas später auf VHS ich glaube es war 3sat mitgeschnitten und Jahre später auf DVD gekauft. Die Qualität reichte natürlich nicht an die letzten Wall Konzerte heran, die ich in Mannheim und Frankfurt erleben durfte. Aber damals dabei gewesen zu sein zählt für mich weitaus mehr.
      Ich weiß es nicht mehr ob es an diesem Tag war oder erst am 22.7. an dem ich mit Tränen in den Augen durch das Brandenburger Tor gelaufen bin.

      David Bowie wohnte in 1976 bis 1978. In der Zeit entstand auch das Lied Heroes das sich mit der Berliner Mauer befasste. Letzteres durfte ich jetzt am 4.9. in der Waldbühne in Berlin von Marius Müller Westernhagen hören. In diesem Moment kamen mir sämtliche Erinnerungen an meine Berliner zeit von 1985 und 1990 von The Wall wieder hoch und auch jetzt wird mir wieder ganz anders beim schreiben dieser Zeilen.

      Um so mehr freue ich mich jetzt auf das Konzert in der SAP Arena.
      There is no dark side of the moon, really.