Das göttliche Gitarrenspiel des Herrn Gilmour...

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    • Stammtischphilosoph schrieb:

      Und dann kommt die Phase, wo das nicht mehr so ist. Das Spiel hat Seele, spricht an, ist schön anzuhören - aber die Feinmotorik reicht nicht mehr für Glanzpunkte. Vielleicht ist es das, was wir bei David oder Mark feststellen?
      Ich hatte das ja schon mal angemerkt, speziell bei Knopfler fehlt mir inzwischen auch die "Seele".
      Das wirkt alles nur noch irgendwie "gelangweilt", was er da vor sich hin klimpert, v.a. live.
      In den 90ern, da hatte sein Spiel "Seele".
      Hör Dir mal die "Brothers in Arms" Version vom Mandela Tribute Konzert an, und vergleich das mit aktuellem Live-Material.
      Oder das Sultans of Swing Solo. Oder das Telegraph Road Solo. Das ist inzwischen nur noch dahingerotzt, wie Stückwerk.

      btw. und dass v.a. junge Gitarristen kaum Seele in ihrem Spiel haben, finde ich auch nicht. Man höre sich mal einen jungen Stevie Ray Vaughan oder Hendrix an, da stecken jede Menge Emotionen drin.
      Gut, man weiß nicht, wie sie mit 60 geklungen hätten, das stimmt schon.
      Aber ich bin mir nicht sicher, ob diese "Seele" im Spiel unbedingt etwas mit dem Alter zu tun hat (obwohl es im ersten Moment logisch klingt)...
    • @kingfisher

      Ganz sicher hast Du recht, dass sein Spiel immer Seele hatte. Allerdings (wieder mein Empfinden) war die Seele intensiver in einer gewissen Zeit. Ganz ehrlich gesagt kann ich leider nicht wirklich eine Seele in Endless River erkennen. Ich habe sehr um die Berechtigung und Würdigung des Albums gekämpft, auch hier im Forum. Aber nicht wegen Gilmours Seele im Gitarrenspiel - eher weil ich das Album als Schlussstein sehe, als Reminiszens an alle Protagonisten. Gilmours Seele suche ich hier leider vergebens. Ich finde sie in DB, vielleicht noch ansatzweise in OAI. Und vielleicht entdecke ich sie wieder in Rattle that .. . Ich wäre froh drum!
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      Die Welt ist so und so, solange wir glauben, dass die Welt so und so ist. Wenn wir aufhören zu glauben, die Welt sei so und so, hört die Welt auf, so und so zu sein!
    • Um mal einen Vergleich "Live in Gdansk" vs. "Live at the Royal Albert Hall" zu bemühen..
      Ich finde, in Gdansk hat er ziemlich "perfekt" gespielt. Aber auch sehr "glatt".
      In der RAH ist sein Spiel "roher", aggressiver, rockiger, was mir speziell bei "Fat old sun" auffällt. Ich mag das.
    • Hendrix z.B. ist die Ausnahme von der Regel. Ich glaube, er war alt geboren. Kann ich wirklich nicht erklären, was ich da sage, es ist einfach nur ein Gefühl! Manche sind älter, als das Datum bescheinigt.
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    • hallo
      das wird wahrscheinlich in desem forum nicht neu sein.ich habe damals die liveübertraguing auf premiere gesehen und auf video aufgenommen und da habe ich festgestellt das die dvd version ungefähr um eine minute gekürzt wurde.das orginal ist für mich die beste von allem
      ich würde mir sowieso ein reines Instrumemntalalbum von ihm wünschen.den seine instrumentaltitel sind auf allen seinen soloalben der höhepunkt für mich.
      zu mark knopfler.er hatte für mich seinen absoluten höhepunkt für mich beim mandela festival
      ich war auf allen seinen solotouren in leipzig dabei und dieses jahr bei der tracker tour hatte ich das erstemal wieder gänsehaut bei sultans of swing
      da war er wirklich gut drauf
    • Schlappen schrieb:

      Bowie bei CN kann ich nix anfangen. Das passt irgendwie nicht.
      Ich mag die RTN auch viel lieber als die Danzig (nicht als den Danzig @Live in Gdansk ;) ), ein toller Konzertsaal und der zweite Teil rockt richtig, finde ich. Ich teile deine Meinung zu Bowie, finde ich auch absolut unpassend (wobei der ablesende Geldof und Wyatt damals noch schlimmer waren ...), die Stimme ist viel zu hoch und zu verspielt. Da muss in den Strophen doch so ein richtig tolles Roger-Gemurmel rein, tiefe Tonlage, beruhigend, ruhig, halt dem Text entsprechend ... und wenn dann Dave mit der hohen Stimme 'There is no pain ...' ansetzt, fliegen einem doch Engelchen um die Ohren. Der Kontrast macht es hier aus. Der ist bei Bowie/Gilmour gar nicht da, höchstens noch ins Gegenteil verschoben ... ?(
    • "wobei der ablesende Geldof und Wyatt damals noch schlimmer waren ..."

      Ich hab das damals als Seitenhieb Richtung Roger verstanden. Er behandelt den Part, als könne jeder Penner ihn eben mal übernehemen. Kann sein, muß aber nicht.
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    • Wenn wir hier über dieses Thema so angeregt plaudern, muss ich mal eine Frage an die Profihistoriker stellen.
      Ich habe mich oft schon gefragt warum eigentlich die schönsten Riffs und Parts von David auf den ganzen Demos und Outtakes sind, auf den offiziellen Aufnahmen aber gecancelt wurden.

      Eines der Besten Beispiele ist ja DSOTM

      wer hat da entschieden? Roger?
      jeder ton ist farbe
    • Stammtischphilosoph schrieb:

      Es gibt viele Gitarristen, die schneller sind, meist sind sie auch jünger. In jungen Jahren geilt man sich vielleicht an der Technik, der Geschwindigkeit auf. Das Spiel ist technisch hervorragend, aussergewöhnlich vielleicht sogar, jedoch mangelt es ihm an Seele.
      Sehe ich auch so. Es geht doch nicht um gespielte Noten pro Minute (GN/M). Dennoch, wer das drauf hat, wird das gerne zeigen, um die Zuhörer zu beeindrucken (und holt sich dabei einen nach dem anderen runter, denn das ist gitarristische Masturbation! ) . Beeindrucken wird er aber nur die Gitarristen, die nicht so viele Noten schaffen :D . Die richtige Note im richtigen Moment (mit der richtigen Phrasierung, mit dem gewissen Etwas) ist wertvoller als ein Flitzelauf über den ganzen Hals. BB King z.B. ist im Prinzip nicht schwer zu spielen vom Tempo und der Pentatonik her, aber dennoch, wer kriegt das in diesem Feeling hin) Und auch DG ist so einer, der in der Lage ist, dieses Feeling rüber zu bringen (nicht eben wie BB King, etwas andere Baustelle). Mir können die Schredder gestohlen bleiben (ich schcaffe ja auch gar nicht so viele Noten! :thumbsup: )
    • Da passt doch wieder der Herr Wilson:

      I´d rather hear DAVE Gilmour playing one note and it break my Heart,
      than hearing Joe Satriani playing 300 notes and not touch me in any way at all.

      ....weniger ist eben doch meist mehr....frag mal Herrn Wright...wenn es denn noch gehen würde (er ist der Master in diesem Bereich)
      Seit 2004 dabei!
    • Da passt auch der Spruch:

      Der Rocker spielt seine 3 Noten vor 1000 Leuten

      Der Jazzer spielt seine 1000 Noten vor 3 Leuten

      (ok, eigentlich heißt es nicht Noten sondern Akkorde)

      :Git:

      Ja der Ritchie ist schnell und ziemlich gut, aber das ist trotzdem ein Frickeler!