Album-Bewertung: "The Endless River"

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    • Album-Bewertung: "The Endless River"

      Wie bewertet ihr das Album "The Endless River" 46

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Mich würde interessieren, wie die Alben von Pink Floyd hier einzeln für sich bewertet werden (Rankings untereinander gibt es ja schon zur Genüge).
      Da mich aktuell die Bewertung des (besonders umstrittenen) letzten Albums interessiert, fange ich einmal damit an.

      Die Teilnahme-Regeln

      Die Bewertung erfolgt nach dem (alten) Schulnoten-System.
      Das Ergebnis wird erst nach Abgabe der eigenen Stimme sichtbar und jeder Teilnehmer kann nur einmal abstimmen.
      Die eigene Bewertung ist dann auch für die anderen Teilnehmer sichtbar.
      Wer mag, kann seine Entscheidung dann ja in diesem Thread begründen.

      @Bruder Franziskus Ich wusste gar nicht, dass es diese Funktion hier gibt, Vielen Dank!

      Vielleicht kann man die Umfrage ja für die anderen Alben spiegeln.
      Falls nicht, würde ich mich bereit erklären, alle übrigen Alben nach und nach zu ergänzen.
      Let There Be More Light
    • Ich verstehe "The Endless River" nicht als Resteverwertung, sondern als eine Collage der gesamten Band-Geschichte.
      Natürlich wirkt dieses Album damit nicht so geschlossen, wie man es von Pink Floyd sonst kennt.
      Da dieser Überblick, über das, was Pink Floyd ausmacht meiner Meinung nach aber gut gelungen ist, gebe ich eine 2.
      Let There Be More Light
    • Sunrise schrieb:

      Ich verstehe "The Endless River" nicht als Resteverwertung, sondern als eine Collage der gesamten Band-Geschichte.
      Wahrscheinlich ist das Album immernoch zu neu. Pink Floyd Werke (mit oder ohen Waters) brauchen immer eine ziemlich lange Wirkungszeit. Selbst Dark Side wurde damals verrissen. Lass uns nochmal die Umfrage 2024 machen :D
    • Ich finde, TER ist das, was es halt ist: eine besondere Art der Resteverwertung.
      Mit Zusätzen, wie Sunrise schon schrieb, als Collage.

      Auch ist die TER eine Art von Abschiedsgeschenk.

      Auf der anderen Seite ist es überwiegend das, worauf ich seit der Bell gewartet hatte: Outtakes der Bell-Sessions. Das es die ja gibt, wusste der geneigte Sammler von ROIOs ja schon seit 94....

      Von daher hatte ich von der TER nie etwas besonderes erwartet, Gilmour und Mason hatten das ja auch nie anders angekündigt.
      Schon gar nicht als "typisches" Pink Floyd Album.

      Es ist einfach der Deckel der großen "Schatzkiste" von Pink Floyd. Schon das öffnen des Deckels ist spannend.
      (Siehe auch die glücklichen Käufer der Wall-Box. Die waren beim auspacken wahrscheinlich auch sehr erregt.)
      Und dann kommt ja noch das, was in der Kiste ist...
      Wenn Dummheit weh tun würde, müsste aus Washington einer ja nur noch schreien vor Schmerzen...
    • Für mich ist dieses Machwerk an Belanglosigkeit nicht zu überbieten. Und das Cover an geschmacklosem Kitsch auch kaum zu toppen.
      Nein sorry, für eine Platte, die mich null berührt bzw. die ich einfach garnicht mehr hören MÖCHTE, habe ich einfach keine Zeit und zuviel gute andere Musik.

      Aber soll jeder, der das Ding mag, weiter damit glücklich sein.
    • Als Beilage zur Division Bell-Box wäre das Album ein schöner Bonus, aber die Veröffentlichung als eigenständiges Album - und so müsste man es hier wohl bewerten - gibt dem Inhalt einen Stellenwert, der m. E. nicht gerechtfertigt ist. Das Cover ist tatsächlich ne stilistische Entgleisung erster Ordnung - aber das ist wohl das geringste Problem.

      Ich kann Alle verstehen, die sich über die Veröffentlichung sehr gefreut haben, weil man damit nicht mehr rechnen konnte. Auch ich war gespannt, was man noch "Neues" von Pink Floyd hören würde.

      Aber wenn man z. B. erfährt, dass David im Prinzip Andere damit beauftragt hat, sich die ganzen Outtakes von DB anzuhören und sich auf deren Vorentscheidung verlassen hat um am Ende die einzelnen Versatzstücke musikalisch irgendwie zusammenzubinden, dann war das wohl auch für ihn nur bedingt etwas, was man mit "Herzensangelegenheit" bezeichnen könnte.

      Ich zweifle nicht an seiner Absicht Wright mit diesem Album in irgendeiner Weise ehren zu wollen, aber ich vermute stark, dass er eigentlich mit Kopf und Herz bereits an seinem neuen Album 'Rattle That Lock' gearbeitet hat.

      Daher ist das, was ich als "Leidenschaft" bezeichnen würde, genau die Zutat, die mir bei diesem Album am Meisten fehlt. Die wenigen Momente wo sein musikalisches Genie in einem Solo endet, sind viel zu kurz. Da hätte er nachlegen können. Es wird auch in 20 Jahren nicht besser sein oder besser bewertet werden können, es ist schlicht nichts, was sich zum "Klassiker" eignen würde.

      Schade - ich höre es nicht mehr.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Tja - The Endless River.

      Ich glaube an vielen Stellen, insbesondere in diesen Forum wurde ja schon heftig gestritten, eines wurde aber nirgends so richtig erwähnt, es ist die Abkehr von allen Mainstream Erwartungen - das finde ich erst mal auch gut so. Da sind keine "Rock Hymnen" zu finden, alles wirkt so, als ob man in einem musikalischen "Fotoalbum" blättert, an einigen Stellen ein wehmütiger Rückblick, an anderen Stellen blitzt hier und da die einstige Genialität auf, aber immer - und das ist ein klares Manko, immer aus der Sicht Gilmours. Ein würdiger Abschluss wäre nur eine durch eine Kollaboration mit Waters möglich gewesen. So ist es also ein weiteres Gilmour Album unter Mithilfe von Mason. Aber kein schlechtes, handwerklich durchaus gut, aber es hätte vom Material her gut ein Doppel-Album sein können. An manchen Stellen wirken die Stücke zu abrupt beendet und eben diesen Aspekt kann ich für mich am wenigsten einordnen. Bei eigentlich allen PF Alben, bekommt man den Eindruck, dass musikalische Thema des jeweiligen Stückes, erzählt eine in sich abgeschlossen Kapitel - mit einem klaren Spannungsbogen. Vieles wirkt auf TER skizzenhaft und nicht zu Ende gedacht.Louder Than Words macht mir mittlerweile die größten Bauchschmerzen - es wirkt am Ende auf mich deplaziert, auch wenn es für sich genommen ein netter Song ist. Trotzdem höre ich TER gerne, da immer mal wieder beim hören Erinnerungen wach werden, die einen zu einer Zeitreise Einladen. So kam und kommt es beim Hören von TER immer wieder vor, dass ich im Anschluss daran eine der "Alten Perlen" auflege und das sind dann immer Abende, an denen ich mich gut fühle und auch ein 5€ Wein sehr gut schmeckt ;)
    • Neulich war ich laufen, wie so oft, mit Musik auf den Ohren...
      The Endless River ... während der ersten Seite liefs mir mehrmals kalt den Rücken runter, bei dem hymnischen Finale der zweiten Seite, bei Rick´s Orgel, bei talking hawking...

      Mir fällts nicht schwer, die Platte als das zu erkennen, was sie ist. Ein Abschied. Ein wehmütiges "das waren wir".
      Mich bewegt die Platte, auch wenn sie nichts neues enthält. Muss sie gar nicht, will ich gar nicht.

      Ich hab ihr eine 2 gegeben. Ich hör sie sehr, sehr gerne und ich bin sehr dankbar dafür, dass diese Klänge das Licht der Welt in dieser Form, erblicken durften.

      Amen.
    • Corporal Clegg schrieb:

      es ist die Abkehr von allen Mainstream Erwartungen
      Yepp!
      Ansonsten steht TER bei mir ungenutzt im Regal!
      Ich habe nicht mal ansatzweise den Impuls die Scheibe zu hören.
      Sie ist halt leider zusammengefegter Studio-Rest und leider nur unvollständig!
      Was mich traurig stimmt ist die Tatsache, dass in den PF-Archiven so viel noch schlummert,
      was uns einfach nicht gegeben wird, aber die Scheibe hätte komplettieren können!
      Aber gut, das ist eines jeden Künstlers Recht.
    • @Drummerpapa: ich mein ich schrieb schon ähnliches im alten Forum. 1982 entdeckte ich Pink Floyd, indem ich bei Freunden, die mir mit Beatles schon nen guten Tipp gaben, die 3 letzen LPs lieh. WYWH, Animals und The Wall. Komplizierte Musik für mein Alter aber wow, jedes Album klingt vollkommen anders, muss ich öfter hören. Mein Interesse war geweckt. Wär ich heute 13 und würde so verfahren, wäre mein Interesse nicht geweckt worden. Paar nette Songs, aber überwiegend langweilig und das letzte klingt wie gewollt und nicht gekonnt...

      Hab mir die Scheibe nach dem Kauf echt intensiv angehört, mehrmals. Hatte ja auch ne Song für Song Kritik geschrieben. Danach Staubfänger und auf meinem MP3 Player machte ich auch Platz für besseres.
      Am Anfang war mein Wort!
    • Ein Gut, weil es eine schöner Tribut an Rick ist. Nicht mehr und nicht weniger, verspielt, durchaus mit Potential, etwas besseres aus dem Album machen zu können. Aber was soll's, ein Goodbye der Pink Floyd-Truppe.
      Gilmour war in Gedanken mit Sicherheit bei seinem Album Rattle that lock. Interessant der letzte Titel, bei der Polly verdeutlicht hat, dass Gilmour und Waters sich wohl eher musikalisch ausdrücken können, als Problematiken direkt anzusprechen, was ja auch vor Kurzem in einem Interview mit Polly und David bestätigt wurde.
    • Hab' 'ne 4 gegeben. Und das auch nur weil ich mich schwer tue ein PF-Album richtig runter zu putzen.

      Für mich hätte es dieses Album nicht gebraucht. Aber es steht Pink Floyd drauf. Deshalb steht es - nachdem ich es ein paar mal mir angehört hab' - da wo alle CDs stehen. Im Schrank!

      Das ist eines der Alben die ich nicht einmal ansatzweise regelmäßig anhöre.
      Das ganze Album erinnert mich irgendwie an eine zwangsweise Veröffentlichung von den letzten Stunden wo Richard Wright am Instrument saß und spielte. Dann wurde entweder live oder später im Overdub-Verfahren noch ein bisschen Musik hinzugefügt und auf den Markt geworfen. Als Pink Floyd greift man ja gerne zu allem was den Gruppen-Namen trägt.
      hardy

      This is not how I am, I have become comfortably numb.