Gerald Scarfe

    • Neccropole schrieb:



      Irgendwann werde ich wohl mal sowas wie ne Ausstellung machen - ich habe ja auch noch weitere "Sammlerstücke" von gewisser Bedeutung... ;)

      Na, egal, hier kann man sich jedenfalls schon mal alle von mir inzwischen zusammengetragenen Cels anschauen: THE CELS
      Unglaublich bewegende Bilder. Da werden bei mir sofort die Emotionen geweckt, welche beim Schauen vom Film The Wall damals hochkamen.
      Und die Idee einer Ausstellung, ich bestelle hiermit eine Eintrittskarte...
      Mal edel, mal schmutzig, mal Kardinal, mal Organist, mal prächtig, - aber immer ployd.
      Dabei seit dem 10.01.2006 :D
      Während ihr zetert, hör ich Mucke
    • Andreas schrieb:

      Wie bist du dran gekommen, wann hat er das gezeichnet?
      Sieht ausgeschnitten aus...? Und dann hast du es mit dem ganzen Teacher gerahmt!?
      Nun ursprünglich war dies ein Teil eines persönlichen, handgeschriebenen Briefes, und der Empfänger wollte diesen (aufgrund des Inhaltes) wohl nicht "im Ganzen" veräußern. Er hat dann eben nur die Unterschrift mit der kleinen Zeichnung ausgeschnitten - sehr schade, aber irgendwie auch nachvollziehbar. Der Brief stammt aus dem Jahr 2005.

      Ja, und dann stellt sich eben die Frage, wie man einen solchen kleinen "Fetzen" noch vernünftig "präsentieren" kann. Dann wurde die Idee, die Lehrerzeichung auf ein Passepartout aufzuziehen und dann die kleine Zeichnung entsprechend zu rahmen, geboren... :) Wie findest Du die Lösung?
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Für diejenigen von Euch, die im Sommer in London sind, um Roger Waters im Hyde Park zu erleben, hier ein kleiner Tipp für einen Absacker an diesem - oder an einem anderen Abend:

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      Scarfes Bar
      im Rosewood Hotel
      252 High Holborn
      London, WC1V 7EN

      Empfohlener Drink - natürlich:

      "Outside The Wall"
      Bulleit Rye Whiskey,
      Mancino Red,
      Lingonberries, Dill Pollen,
      Pink Grapefruit and Celery
      £17

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      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • Neccropole schrieb:

      Für diejenigen von Euch, die im Sommer in London sind
      ich/wir sind nach Pfingsten ganz in der Nähe !
      nur 1,7 km von unserem Hotel entfernt. also ein Abendbummel !!
      ich schau mir das mal von Aussen an, reingehen werd ich sicher nicht.
      Preise und Englisch-Unkenntnisse sind Schuld ?(
      aber Danke für den Tipp !!
    • In Hannover gibt es eine Gerald Scarfe-Ausstellung. Wer Zeit, Lust und in der Nähe ist, kann sich seine Arbeiten mal aus der Nähe ansehen:

      Die Ausstellung „Gerald Scarfe – Porträts & Karikaturen“ ist bis zum 12. August außer an Montagen täglich von 11 bis 18 Uhr zu sehen.



      Hier noch zusätzlich ein Artikel aus der Hannoversche Allgemeine.
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • fink schrieb:

      Der Bericht ist leider nur mit Abo zu lesen...
      Wilhelm-Busch-Museum zeigt Karikaturen von Gerald Scarfe

      Der Zeichner Gerald Scarfe zeigt seine Karikaturen im Wilhelm-Busch-Museum. Bekannt wurde der Brite aber vor allem für seine Arbeiten zu einem legendären Musik-Album.

      Bei einer seiner Merkel-Karikaturen habe er gezögert, sagt der britische Künstler Gerald Scarfe: „Kann man das in einem deutschen Museum wirklich zeigen?“ Das Blatt von 2017 trägt den Titel „Achtung – Ich bin wieder da“. Es zeigt eine kleine, dickliche Angela Merkel im grünen Jackett, hinter der sich die Erde auftut. Daraus erhebt sich ein aggressives Skelett in SS-Uniform und mit Hitlergruß, das die Kanzlerin fast zu Fall bringt. Er habe die Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums, Gisela Vetter-Liebenow, gefragt, ob sie es riskieren wolle, das in seiner aktuellen Ausstellung mit Porträts und Karikaturen zu zeigen, sagt Scarfe: „Sie hat nie wirklich geantwortet – aber es hängt ja jetzt da.“

      Das Museum zeigt nach 2010 zum zweiten Mal eine Einzelausstellung von Scarfe. „Er ist einer der brillantesten Karikaturisten der Gegenwart“, sagt Vetter-Liebenow, und es klingt nicht nach einer Floskel. Die mutige Ausstellung ist ihr wichtig. „Wir ahnen, dass viele Besucher vor dem einen oder anderen Blatt zurückweichen werden“, erklärt sie. In Großbritannien sei bei Karikaturen eben etwas mehr möglich. Sie halte es aber für wesentlich, dass Satire die Freiheit habe, Tabus aufzubrechen und Unaussprechliches vor Augen zu führen.

      Parallel zu Scarfes über hundert großformatigen, meist farbigen Bildern zeigt das Museum eine Ausstellung aus den reichen Beständen des Hauses. In „Große Nase, dicker Bauch“ geht es um Geschichte und Bandbreite von Porträtkarikaturen – eine gelungene Kontextualisierung, die aufzeigt, in welcher langen Tradition sich Scarfe bewegt. Vetter-Liebenow hat bis zuletzt an der Auswahl der Exponate gearbeitet, um einerseits Scarfes Entwicklung aufzeigen zu können und andererseits aktuelle Themen in den Mittelpunkt zu rücken. Kriege spielen thematisch eine große Rolle. Und immer wieder Donald Trump. „Mit Trump kann ich kaum Schritt halten“, sagt Scarfe lächelnd.

      Dabei hat er sie alle karikiert: Die Reihe der US-Präsidenten beginnt mit Richard Nixon. „Den habe ich gerne gezeichnet, wegen der riesigen Nase“, erinnert er sich. George W. Bush sei in seinen Bildern irgendwann zum Affen geworden. „Das ist sehr unhöflich gegenüber Affen“, räumt Scarfe trocken ein. Er mag keine Politiker, das hilft in seinem Beruf: „Ich muss sie eben zeichnen, um die Dinge auf den Punkt zu bringen.“ Das tut er seit fast 60 Jahren für viele große Zeitungen und Magazine. International bekannt wurde er dennoch mit einem Plattencover. Wer „The Wall“ von Pink Floyd im Regal stehen hat, wird Scarfes Schrift in den Karikaturen sofort wiedererkennen. Für den gleichnamigen Musikfilm erschuf er 1982 die prägenden Animationssequenzen.

      Seine großartige Zeichnung mit dem Titel „Die Axt im Parlament“ von 1986 erinnert an die marschierenden gekreuzten Hämmer im Film, nur dass sie eben eine Axt zeigt. Deren minimale menschliche Attribute – Lippen, Augen, scharfe Nase – reichen aus, um zu wissen, dass Margaret Thatcher gemeint ist. Scarfe reagiert mit seinen punktgenauen Überzeichnungen auf eine Welt, die ihn beunruhigt. „Durch Zeichnen konnte ich schon als Kind meine Ängste zum Ausdruck bringen“, sagt er. Er glaube daran, die Gesellschaft verändern zu können, indem er ihre Missstände deutlich mache. Dass er damit in einer langen Tradition von Zeichnern und Literaten steht, musste er als junger Mann erst einmal herausfinden, wie er sagt: „Ich war kaum gebildet, ich zeichnete eben einfach.“

      Er tut das im Stehen, mit großen Gesten auf großen Papierformaten. So könne die Energie besser ins Papier fließen, sagt Scarfe. Wenn die Bilder dann seine Privatsphäre verließen und veröffentlicht würden, sei ihm das manchmal fast unangenehm: „Ich bin ein wenig schüchtern – und meine Gedanken sind oft ziemlich schrecklich.“

      Die Ausstellungen „Gerald Scarfe – Porträts & Karikaturen“ und „Große Nase, dicker Bauch“ sind bis zum 12. August außer an Montagen täglich von 11 bis 18 Uhr zu sehen.
      Thomas Kaestle
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)