David Gilmour - "Rattle That Lock"

    • Du sagtest, man kann prinzipiell jedes Stück covern, weil es Musik ist und die Bestandteile eines Stückes in Noten geschrieben und damit für jeden lesbar ausgedrückt werden können. Da gebe ich dir Recht, das stimmt und ich war auch sehr lange Orchestermusiker, sodass ich das ganz gut weiß ;) Ich meinte daraufhin, dass dazu aber noch mehr gehört als die Noten, man bspw. die Gefühle des Komponisten nicht nachempfinden bzw. aufschreiben kann, was für die Musik an sich aber wichtig ist.

      Bei Coverbands ist wohl der 'musikalische Verantwortliche' (oder wie auch immer) dafür verantwortlich, mit welchen musikalischen Nuancen das Stück letztendlich aufgeführt wird, abhängig von seinem subjektivem Empfinden. So wie es in der klassischen Musik der Dirigent ist. Aber so wie Beethoven es empfunden hat, wird man die 9. Sinfonie auch nie wieder aufgeführt bekommen. Zum Beispiel.

      Unsere Aussagen sind ja gar nicht widersprüchlich, sondern ergänzend, wie ich finde.
      :b2:
    • @mastererni
      Ich spiele seit über 30 Jahren vor allem auch in Coverbands und habe oft genug Sprüche gehört wie, das ist nicht "Coverbar", von Leuten die nicht einmal eine Maultrommel beherrschen. Das mag mich empfindlich gemacht haben. Beinahe ausgerastet bin ich nach einen Aussie Floyd Konzert, als irgendein Dummdödel genau so etwas rausgehauen hat, nach einem perfektem Konzert. Gerade weil ich Musik mache nervt mich das. Wie ich oben schon schrieb gibt es überdies genügend Coverversionen,die dem Stück mehr Leben eingehaucht haben als eben das Original. Der Vortrag ist das Wesentliche, nicht unbedingt die Urheberschaft.
    • Die Aussage "Song XY ist nicht coverbar" hat wohl auch damit zu tun, dass man damit seine Liebe zu dem Song noch mal ausdrücklich unterstreichen möchte. Die Objektivitität wird dabei schon mal gern hinten angestellt.

      Mir ging das immer so, wenn ich z.B. das CN Solo von Dave Kilminster gehört habe, da habe ich gleich gesagt "niemand kann es so toll und ergreifend spielen, wie Gilmour".

      "Blind" könnte ich wahrscheinlich Gilmour gar nicht so leicht heraus hören, das könnte auch irgend ein anderer, guter Gitarrist sein.
      Ich denke, da hat man schon seine rosrote Gilmour Fan-Brille auf.

      Zu vergleichen vielleicht auch mit der Bemerkung, keine Violine auf der Welt würde so klingen, wie eine Stradivari. Beim Blindtest stellt sich dann die Wahrheit heraus.
    • Mir ging es bei dem posting des Videos einfach darum, mal zu hören was ihr davon haltet, ohne einen Kommentar von mir.
      Ob gut oder nicht, geschmacksache.
      Das Video an sich zeigt den Sinn des Liedes halt irgendwie etwas " verständlicher " als es bei dem original ist, wenn es jemand noch nie gesehen hat...
    • @Corporal Clegg

      Ich denke wir verfolgen da zwei unterschiedliche Ansätze. Einmal das musikalische - was in der Tat kein Hexenwerk ist. Prinzipiell ist technisch gesehen natürlich jedes Lied coverbar. Der Andere ist eben das Gefühl.

      Ich kann deine Argumentation auch durchaus nachvollziehen, habe ich ja selbst jahrelang in Coverbands gespielt. Auch da gab es Songs bei denen ich mich geweigert habe diese zu spielen. Nicht weil ich es evtl. nicht könnte, sondern weil ich die Intention des Musikers und dessen Gefühle nicht rüberbringen kann.
      An Stücke wie Tears in Heaven o.ä. traue ich mich nicht ran, einfach aus dem Grund, dass ich mich immer am Original messen lassen muss. Und ähnlich geht es mir da mit In Any Tongue.
      :drummer: :Git: Like us on Facebook: Access2music.de :Git: :drummer: