Their Mortal Remains - Pink Floyd Ausstellung in Dortmund

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    • Das die Ausstellung so in die Miesen geht überrascht mich doch schon. Mich würde nun interessieren wie es in Mailand und London war. Haben diese Städte auch Minus gemacht? Ich war in Dortmund und muss sagen, dass es eine super Ausstellung über Pink Floyd war.
    • Jester schrieb:

      ich persönlich glaube immer noch, dass die Ausstellung in Berlin, Hamburg oder München mehr Leute gezogen hätte...
      Na, da bin ich wirklich kritisch, denn die reinen Einzugszahlen sprechen eine andere Sprache: In NRW leben fast 18 Millionen Menschen, es ist das bevölkungsreichste Bundesland mit den geringsten individuellen Anfahrswegen! Und die haben zusätzlich auch noch die Holländer gleich nebenan - mit sehr vielen Pink Floyd-Fans, die schon immer gerne zu Konzerten von PF, RW oder DG etc. nach Deutschland gekommen sind.

      Zum Vergleich:
      In allen "neuen Bundesländern inkl. Berlin" leben knapp 16 Millionen zusammen - jedoch mit weit größeren Anfahrswegen nach Berlin!

      Bayern hat 13 Millionen und München liegt nicht gerade zentral, auch dort sind die Anfahrtswege groß, OK, da wären dann vielleicht auch Leute aus Österreich und der Schweiz gekommen, aber ob das die Differenz von 5 Millionen im Vergleich zu NRW kompensiert hätte?

      Norddeutschland: Hamburg/Bremen/Niedersachsen: 10,3 Millionen mit der Chance, dass auch Berliner mit dem ICE gekommen wären.

      Das ist m. E. der Ruhrpott schon ein idealer Standort. Vermutlich hat man einfach das Interesse falsch eingeschätzt und die an den Rechteinhaber zu zahlenden Lizenzgebühren nicht optimal verhandelt.

      In London hat Pink Floyd natürlich auch ein Heimspiel - UND es war die Premiere zu der viele Fans aus vielen europäischen Ländern extra angereist sind! Das darf man nicht unterschätzen.

      Eins muss ich aber sagen, die "Werbung" die in London alleine über die sozialen Medien gemacht wurde, war deutlich professioneller und viel, viel intensiver. Da gab es fast täglich Updates und Videos und Interviews und Fotos etc. Vermutlich ist der Werbeetat in Deutschland mal wieder in "veraltete" Werbestrategien wie Printwerbung und Plakate etc. geflossen. Sowas ist einfach nicht mehr zeitgemäß, wenn man viele Leute erreichen und das Interesse permament aufrecht erhalten will.

      Bin gespannt, wie es in Madrid läuft.


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      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • @Neccropole

      Sicher, vom Einzugsgebiet magst du recht haben, aber du vergisst den Faktor Tourismus.

      Zum Vergleich:

      Berlin 13mio Touristen, 32mio Übernachtungen
      Hamburg: 13mio Übernachtungen
      München: 8mio Touristen / 17mio Übernachtungen


      Dortmund: 1,26mio Übernachtungen (wobei die meisten mit Sicherheit für Fußballbesucher drauf gehen)
      Düsseldorf: 2,9mio Hotelgäste

      Da sieht man mal die Relationen. Ich gehe davon aus, dass 80% der Ausstellungsbesucher gezielt wegen der Ausstellung da hin gefahren sind. Laufkundschaft, die zufällig dort ist und das Teil entdeckt, dürfte ziemlich gering gewesen sein.

      Ich möchte mal ketzerisch behaupten, dass die Chance auf Laufkundschaft bzw. Menschen die sich kurzfristig für einen Besuch entscheiden, weil sie eben auf Städtereise dort sind, eben in einer der genannten Städte weit größer ist. Zumal drumherum an touristischen Zielen deutlich mehr Angebot besteht.
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    • Jester schrieb:

      aber du vergisst den Faktor Tourismus
      Nö, den schätze ich einfach nicht so groß ein, dass es zu einer Verdopplung des Interesses mit mindestens 60.000 zusätzlichen Ticketverkäufen gekommen wäre. "Laufkundschaft" sicher, aber Touristen sind m. E. vorwiegend an der Stadt oder an der üblichen Kultur des Umfelds interessiert und vermutlich weniger an einer sehr speziellen thematischen Ausstellung, die dann auch noch 25,- Euro statt 5,- Euro kostet - das reduziert die Laufkundschaft sicher deutlich. "Pink Floyd" ist m. E. kein Tourismusthema... - da gibt es in den von Dir genannten Städten deutlich andere Schwerpunkte, die die Leute anziehen... Dein letzter Satz ist daher eben eher ein Gegenargument aus meiner Sicht, denn wenn "drumherum an touristischen Zielen deutlich mehr Angebot besteht", warum sollten sich die Touris dann für sowas Spezielles interessieren? Und der Tourismus hat wohl eher in den Sommermonaten sein "Hoch" und nicht im Herbst und Winter...

      Aber was die stategisch absolut richtige Standortwahl gewesen wäre, wissen wir sicher beide nicht... ;)
      Martin
      [Neccropole]

      I don't need your tongue to cut me (Roger Waters)
    • naja, die Pink Floyd Hörer sind überwiegend Ü40, berufstätig und viele haben auch Familie. Nur wegen der Ausstellung werden da wohl nur wenige die weite Reise machen. Nicht jeder ist Hardcore Fan und dies waren, wie @Neccropole schon sagte, oft schon in London. Ob jetzt die vielen Touristen in den von @Jester genannten Großstädten so eine Ausstellung mit einplanen würden, bleibt zumindest fragwürdig. Ich seh die Kundschaft er bein Pink Floyd Hörern die mal schnell am WE da hin fahren, oder an nem freien Tag. Arbeitslose hätten zwar mehr Zeit, aber haben nun mal kaum Geld. Geringverdiener überlegen es sich auch 2x. Nun, davon gibts im Ruhrpott ne ganze Menge.

      Jetzt zur Werbung: die Plakate sprachen mich jetzt nicht sonderlich an. Und dann les ich, dass da ein Kämmerer Hauptverantwortlich ist. Passt zu den Miesen bei den Einnahmen, aber nicht unbedingt zu Marketing mit Visionen. Selbst wenn der Mann gute Ideen hatte, werden die sicher totdiskutiert und das Marketing ausgeschrieben. Würd gern mal wissen, ob die wenigstens an Dortmunder schulen mal einen Besuch von Klassen vorgeschlagen haben.

      Jedenfall habe ich die meisten Infos hier bekommen. Ab und an sah ich mal ein Plakat, aber es sprach mich nicht an. Ich bin beim Forumstreff mit dahin, ansonsten hätte ich das vielleicht mal mit nem Bummel durch Dortmund verbunden, weil da gute 2nd Hand Läden mit Medien sind. Ohne Forum wäre das aber wohl unbemerkt an mir vorbei gegangen. Auch wenn hier 1-2 Plakate hingen.
      Am Anfang war mein Wort!
    • Rom hat ja auch aufgrund von geringen Besucherzahlen die Ausstellung vorzeitig beendet und ich schätze mal alle großen deutschen Städte zusammen haben nicht mal ansatzweise soviel Touristen wie Rom. Von den Besucherzahlen in Dortmund bin ich aber auch überrascht, die 60000 sind nicht nicht einmal ansatzweise soviel ins Dortmunder Stadion (81365] passen und das ist immer ausverkauft.
      Da hab ich auch deutlich mehr erwartet.
    • Es lag wohl auch an den hohen Eintrittspreisen. Da ist man nicht mal eben nach Dortmund gefahren; zumal die Stadt touristisch auch nicht der Traum darstellt. Deshalb bin ich morgens mit dem Zug hin und abends wieder zurück.. ohne Frau u Kinder.. im Bekanntenkreis hat der hohe Ticketpreis ebenfalls eine abschreckende Wirkung gehabt.. bin mal gespannt, wie sich Madrid entwickelt.. hier liegt der Eintritt bei unter 16€
    • Ich wäre ja fast auch nicht hingefahren ...
      Bei mir lag es vor allem an der

      ● Jahreszeit (Urlaub 2018 war vorbei, für 2019 im Jan/Feb kein Urlaub geplant)

      ● der touristische Aspekt (was soll man außer der Ausstellung noch besuchen, wenn man 2, 3 Tage bleiben will???)

      ● die Entfernung (kombiniert sich mit den anderen beiden Punkten, soll man ohne Übernachtung mit den Auto oder Zug hinfahren - sehr anstrengend, kann man einen Kurzurlaub planen ... ???)

      ● der finanzielle Aspekt (nicht der Eintrittspreis, aber die Gelder drum rum, je nachdem, Übernachtung ja/nein, Fahrtkosten, lohnt sich das auch für einen Tag ... ???)

      Zum Glück habe ich im Weihnachtsurlaub (obwohl ich mich schon dagegen entscbieden hatte) doch nochmal geschaut, was eine Bahnfahrt, am Samstag, Hin- und Rückfahrt (also ohne Übernachtung) kostet.

      Und ich habe keinen Cent bereut, war eine super Ausstellung, ich habe Foto's gemacht, war sehr interessant und wir hatten einen schönen Tag!

      Wer noch nicht dort war, auf nach Madrid!

      :thumbsup:

      Gruß Ralf!
      Leonardo da Vinci: "Wer nicht kann was er will, muss das wollen, was er kann ..."
    • ichderduke schrieb:

      Wer ist denn von euch dafür nach London gefahren und war nicht in Dortmund?
      Ich zum Beispiel.
      Aber wie andere hier schon schrieben liegt genau da das Problem, denn die wirklichen Pink Floyd - Fans waren eben schon in London und "Otto-Normalmusik-Hörer" hat wenig Interesse an so einer Ausstellung.

      Allerdings (...!) wollte ich dafür eigentlich auch noch mal nach Dortmund, aber das passte zeitlich einfach nicht.
    • Das ist wieder typisch Dortmund. Unsere Ruhr Nachrichten haben seit Tagen keine anderen Sorgen, als die "desaströse' Floyd Ausstellung. Dabei präsentieren sie täglich neue Zahlen. Die Verluste schwanken, je nach Autor, zwischen 1,5 - 3 Millionen Euro. Gestern haben sie wohl aus 'Versehen' den wirklichen Grund angedruckt. Der Leiter des Dortmunder 'U's, kennt wohl den Leiter des Albert Museum in London. Die beiden haben wohl den Deal mit der Austellung in Dortmund klar gemacht. Leider ist der englische Direktor dann schwer erkrankt und die ganze Sache ist an eine Amerikanische Lizensagentur (CGI ?) übergeben worden. Dabei hat sich das 'U' wohl ordentlich über den Tisch ziehen lassen. Da man die Austellung aber unbedingt wollte, ist man offensichtlich auf alle möglichen Vertragsinhalte eingegangen. Schlau wie man wahr, hat man dann 'errechnet', es müssen jetzt ca. 150.000 Besucher kommen, um wieder im Plus zu landen. Das war von Anfang an eine illusorische Grössenordnung. Mit über 61.000 Besuchern, ist die Floyd Ausstellung, ie erfolgreichste Austellung, die es jemals im U gegeben hat! Also wieder einmal eine schöne 'Scheinhysterie', über eine Tatsache, die jedem im Vorfeld schon bewusst wahr. Die Ausstellung ist nicht schlecht gelaufen, eher das Gegenteil ist der Fall!
    • ichderduke schrieb:

      Wer ist denn von euch dafür nach London gefahren und war nicht in Dortmund?
      Ich habe mir die Ausstellung in London 2017 auch angeschaut.
      Und hinterher noch in Dortmund.
      Und ich würde sie mir wieder anschauen wenn es zeitlich passen würde und die Ausstellung in einem Land stattfinden würde wo ich sprachlich zurecht käme.
      Schließlich handelt es sich um eine Ausstellung meiner Leiblingsband!
      hardy